Kauf einer Immobilie
Ein Haus zu kaufen ist für die meisten Menschen ein sehr seltenes Ereignis. Vielleicht ein Mal im Leben steht man vor der großen Entscheidung: Welches ist das Richtige?
Wenn Sie Immobilien kaufen wollen, stehen zunächst grundsätzliche Überlegungen im Vordergrund. Wie ist die Finanzierung geregelt? Welche Bank bietet günstige Konditionen für einen Kredit? Unbedingt sollten Sie sich bei Gesprächen mit der Bank wohl fühlen! Nur dann entsteht das nötige gegenseitige Vertrauen, denn die Geschäftsbeziehung zur Bank Ihres Vertrauens wird eine Weile halten müssen. Ist da schon beim ersten Gespräch Spannung in der Luft, suchen Sie sich lieber eine andere Bank.
Wo soll das Haus stehen? Je näher die Immobilie dem Zentrum eines Ballungsraumes ist, desto höher der Preis. Da muss schon überlegt sein, ob man in den Rand- oder Außenbezirken leben möchte, und längere Wege zur Arbeit oder für den Einkauf hinnehmen will. In diesem Fall ist wichtig, auf die gute Anbindung des Wohngebietes an den öffentlichen Nahverkehr und das Straßennetz zu achten.
Haben sich die Pläne für die Immobilien dann konkretisiert, werden Sie sich einige Objekte direkt ansehen. Dazu ein Tipp, den Sie so normalerweise nirgendwo finden! Bei schönem Wetter sind viele Häuser schön. Besichtigen Sie das Haus deshalb bei möglichst schlechtem Wetter! Am besten bei Regen und Sturm. Und dann als erstes ab in den Keller. Wenn es hier feucht und muffig riecht, können Sie die Besichtigung gleich beenden. Nichts wird Sie auf Dauer teurer zu stehen kommen, als ein feuchtes Haus. Ist der Kellertest bestanden, kann der Rest des Hauses unter die Lupe genommen werden. Die wichtigsten Punkte: Dach und Fenster sollten entweder in sehr gutem Zustand sein, oder anderenfalls, deutlich in die Preisverhandlungen einfließen! Hier erwarten Sie nämlich im Ernstfall hohe Kosten für einen Austausch. Elektro- und Sanitärinstallation sollten auf der Höhe der Zeit sein, ebenso die Heizungsanlage. Der Energiepass gibt Auskunft darüber, ob das Haus den Anforderungen des Wärmeschutzes entspricht. Bedenken Sie dabei aber bitte, dass man ein Haus auch zu sehr abschotten kann, was wiederum zu vermehrter Feuchtigkeit führt, während gerade ältere Häuser trotz scheinbar schlechterer Energiewerte ein hervorragendes, trockenes Wohnklima bieten.